Besuch von Umweltministerin Katrin Eder beim Beweidungsprojekt in Serrig

Ein Tag für Artenvielfalt, gelebte Inklusion und gemeinsames Engagement

Am 28. März 2025 durften wir auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Saarburg einen ganz besonderen Gast begrüßen: Katrin Eder, Umweltministerin des Landes Rheinland-Pfalz, besuchte gemeinsam mit SGD-Nord-Präsident Wolfgang Treis das Beweidungsprojekt des NABU Rheinland-Pfalz und des Hofguts Serrig.

Seit dem Projektstart im Jahr 2020 leisten Konikpferde und Taurus-Rinder auf einer Fläche von rund 67 Hektar einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung gefährdeter Lebensräume. Durch die sanfte Beweidung entstehen offene und halboffene Landschaften – Rückzugsorte für bedrohte Arten wie die Gelbbauchunke, Neuntöter, Fledermäuse, Insekten und seltene Pflanzen. Der ehemalige Truppenübungsplatz gehört heute zum europäischen Schutzgebiet „Serriger Bachtal und Leuk und Saar“ und ist Teil des Nationalen Naturerbes.

Doch dieses Projekt ist weit mehr als Naturschutz.

Als Hofgut Serrig bringen wir hier unsere besondere Kompetenz und gesellschaftliche Verantwortung ein: In der täglichen Arbeit mit den Tieren fördern wir junge Menschen mit sozial-emotionalem Unterstützungsbedarf. Sie finden bei uns nicht nur berufliche Orientierung, sondern auch Stabilität, Zugehörigkeit und Wertschätzung im Umgang mit Natur und Tier.

Der Förderbereich wird von Michael Schöler und der Tierhaltung des Hofgut Serrig mit viel Engagement, Fachwissen und Einfühlungsvermögen geleitet. Beim Besuch der Ministerin konnte er eindrucksvoll zeigen, wie Inklusion und Naturschutz bei uns ganz praktisch zusammenwirken – Tag für Tag.

„Aus Verantwortung für Mensch, Natur und Tier!" – dieser Leitsatz prägt unsere Arbeit und unser Selbstverständnis auf dem Hofgut Serrig.

Die Förderung des Projekts durch das Land Rheinland-Pfalz hat all dies möglich gemacht. Dafür sagen wir Danke – ebenso wie allen Partnern und Beteiligten!

Der Blick geht nach vorn …
Wir möchten dieses besondere Projekt auch in Zukunft sichtbar und erlebbar machen – nicht nur als Schutzraum für Artenvielfalt, sondern auch als Ort des Lernens, der Begegnung und der Teilhabe. Erste Ideen für neue Wege der Umweltbildung und naturnahen Teilhabe sind bereits in Arbeit.